Meet the Boss: Doris Merz Nardone im Interview

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, euch eine Frau vorzustellen, ohne die es unsere Firma gar nicht gäbe. 10 Fragen an Doris Merz Nardone, CEO und Co-Owner von PM Care Systems AG.

Doris, du führst die Firma PM Care Systems seit 25 Jahren sehr erfolgreich. Was bedeutet dieses Jubiläum für dich?
Vor allem, dass die Zeit unheimlich schnell vergangen ist. Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, als wir 1995 unser „Büro“ (wohlgemerkt ein Tisch mit einem Telefonanschluss in einem Gemeinschaftsbüro) bezogen haben. Seither ist so viel passiert und es war nie langweilig.

Gibt es ein Erlebnis, das dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?
Es ist schwierig, mich hier auf eines zu beschränken – es gibt so viele! In 25 Jahren erlebt man so einiges. In all diesen Jahren hatte ich die Möglichkeit, mit vielen interessanten und spannenden Menschen zusammenzukommen, wundervolle Freundschaften zu schliessen und die schönsten Plätze der Welt zu besuchen. Ein besonderes Highlight war sicherlich mein erster Besuch der Awapuhi Farm von Paul Mitchell auf Hawaii. Ich verstehe, warum sich Paul Mitchell damals in diesen Ort verliebte.

Apropos Paul Mitchell – mit dieser Marke hast du vor 25 Jahren in der Schweiz zusammen mit zwei Finanzpartnern gestartet. Wie hat eigentlich alles angefangen und wie hast du es geschafft, den Brand in der Schweiz zu etablieren?
Das ist eine lange Geschichte. Kurz gesagt: ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und habe die richtigen Leute getroffen. Es war Liebe auf den ersten Blick mit der Marke Paul Mitchell, der Coiffeurbranche und dem Spirit. Damals kannte kaum jemand in der Schweiz die Marke und es hat eine Weile gedauert, bis wir wirklich Fuss fassen konnten.

Wie hast du es dann geschafft?
Wir sind beharrlich dran geblieben und haben mit tollen Produkten, die halten, was sie versprechen, und massgeschneiderten Dienstleistungen überzeugt. Damit begeistern wir unsere Kunden auch heute noch. Ausserdem steht für uns ganz klar der Coiffeur bzw. die Coiffeurin an erster Stelle, frei nach dem Motto „Hairdressers first!“.

Und wie zeigt sich das in eurer Arbeit?
Wir unterstützen unsere Kundinnen und Kunden bei der täglichen Arbeit im Salon und ihr Erfolg liegt uns sehr am Herzen. Darum legen wir grossen Wert auf persönliche Betreuung und bieten zudem ein Rundum-Paket, das nicht nur erstklassige Produkte, sondern auch Schulungen und Konzepte für mehr Erfolg bietet.

Ich möchte nochmal kurz auf eure Anfangszeit zurückkommen. Man munkelt, du hättest zu Beginn die Produkte in deiner Garage gelagert und sie von dort aus versandt. Stimmt das?
Nein, es war keine Garage, es war unser Keller! Wir hatten damals noch kein Lager wie heute und ich habe alles selbst etikettiert, verpackt und verschickt.

Du hast deine Firma wurde von der One-Woman-Show zu einem KMU mit 12 Mitarbeitern ausgebaut und ihr vertretet mittlerweile drei verschiedenen Brands in der Schweiz. Was macht euch als Team erfolgreich?
Es ist wohl eine Mischung aus Herzblut, Engagement und Leidenschaft. Das ganze Team steht voll und ganz hinter all unseren Produkten und lebt die Philosophie, die damals mit Paul Mitchell in die Schweiz kam. Das heisst, wir sind unkompliziert und haben kurze Kommunikations- und Entscheidungswege. Wir haben einfach Spass an dem, was wir tun. Ausserdem spielt bei uns - wie auch bei Paul Mitchell in den USA - karitatives Engagement eine wichtige Rolle. Es gibt ein gutes Gefühl zu wissen, dass das, was man tut, auch anderen bzw. den Tieren und der Umwelt zu Gute kommt.

Kannst du dazu mehr erzählen?
Mit unserer Firma unterstützen wir verschiedene karitative Projekte in der Schweiz wie etwa den Pink Ribbon Charity Walk oder Look Good Feel Better. Ausserdem legen wir grossen Wert darauf, ausschliesslich Produkte zu vertreiben, die nicht an Tieren getestet werden.

Paul Mitchell war ja bekanntlich ein Vorreiter auf diesem Gebiet…
Genau, die Firma war als Pionier tierversuchsfreier Produkte und alternativer Testmethoden das erste Haarkosmetikunternehmen weltweit, das sich öffentlich gegen Tierversuche ausgesprochen hat. Das karitative Engagement von Paul Mitchell setzt bis heute den Standard für soziales Engagement in der Branche und ist ein wichtiger Grundpfeiler in den Unternehmenswerten. So lautet das Motto von Firmengründer John Paul DeJoria nicht umsonst „Succes unshared is failure“, also „nicht geteilter Erfolg ist Misserfolg“.

Neben einer tollen Philosophie gibt es ja auch unzählige fantastische Produkte. Welches ist dein persönlicher Favorit?
Darf ich nur eines nennen? Unmöglich bei so vielen tollen Produkten. Aber wenn ich mich festlegen muss, dann ist es wohl das Awapuhi Wild Ginger Moisturizing Lather Shampoo. Und das Tea Tree Special Shampoo. Jetzt sind es halt doch zwei.

Danke für das Gespräch.

Doris Merz Nardone und Nicole Zindler bei der Checkübergabe am Pink Ribbon Charity Walk.